Telefoninterview

Telefoninterview

Telefoninterview

Telefoninterview Überzeugen Sie Ihre Zuhörer

Sprechen Sie Ihren Gesprächspartner mit Namen an und grüßen Sie nach der aktuellen Tageszeit (sollten Sie den Gesprächspartner nicht kennen, merken Sie sich den Namen und erfragen Sie ihn bei Nichtverständnis vor dem Hauptgespräch noch einmal). Sprechen Sie laut und deutlich, vermeiden Sie es, zu essen, zu trinken und zu rauchen (auch Kaugummi kauen ist für den Angerufenen hörbar). Auch wenn Ihr Gesprächspartner Sie nicht sehen kann: Lächeln Sie. Auch das hört man. Konzentrieren Sie sich auf Ihr Gespräch und vermeiden Sie Zweitgespräche nebenher, da das dem Angerufenen direkt Desinteresse und Unaufmerksamkeit vermittelt.

Die Vorbereitung: Was ist mein Ziel? Welche Fragen muss ich vor dem Telefonat klären? Wie trage ich mein Anliegen vor? Wie und wann ist mein Gesprächspartner erreichbar? Muss ich mit Widerständen rechnen? Verwenden Sie positive Formulierungen, schreiben Sie sich Stichpunkte mit positiven Adjektiven auf.

Im direkten Gespräch achten wir zu

Beim Telefonieren achten wir zu

  • 7 % auf die gesprochenen Worte
  • 38 % auf den Klang der Stimme
  • 55 % auf das Aussehen
  • 16 % auf die gesprochene Worte
  • 84 % auf den Klang der Stimme

Um die Bewerber besser zu qualifizieren haben viele Unternehmen ein Telefoninterview vor das eigentliche Bewerbungsgespräch geschaltet. Vielleicht möchten Sie sich auch initiativ bewerben und müssen mit dem ersten Telefonat einen Fuß in die Tür bekommen. Damit diese Situation nicht zum Streßtest für Sie wird, sollten Sie sich hierauf vorab gut vorbereiten. Anders als bei einem persönlichen Gespräch können Sie die Gestik und Mimik Ihres Gesprächspartners nicht verfolgen. Sie wissen also nicht, ob er noch interessiert zuhört oder schon längst abgeschaltet hat. Manchmal hören auch weitere Personen über Lautsprecher mit, was Sie eventuell gar nicht mitbekommen. Sie selbst können nur mit Hilfe Ihrer Stimme, Ihrem Tonfall und Ihrer Ausdrucksweise punkten, ganz abgesehen davon, dass Sie natürlich auch inhaltlich überzeugen müssen. Dies alles ist eine sehr ungewohnte Situation, in der Sie auch noch einen guten Eindruck machen möchten. Die folgenden Anregungen sollen Ihnen helfen, sich optimal auf ein Telefoninterview einzustellen.

Informationsrecherche

Bereiten Sie sich wie zu einem Bewerbungsgespräch durch intensive Internet- und Presserecherche zum Unternehmen vor. Legen Sie sich auch Ihre Bewerbungsunterlagen und die konkrete Stellenanzeige griffbereit.

Selbstpräsentation

Im Gespräch werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit gebeten, Ihren Lebenslauf nochmal kurz mit Ihren eigenen Worten wiederzugeben. Hierzu können Sie sich schon vorab die wichtigsten 5 Sätze überlegen. Halten Sie sich kurz und beschränken Sie sich auf das Wesentliche.

Fragen

Überlegen Sie sich vorab mindestens 3 Fragen, die Sie Ihrem Gesprächspartner stellen können. Auf diese Weise können Sie gut Einfluß auf die Gesprächsinhalte nehmen und verkürzen Ihre Redezeit. Erkundigen Sie sich in jedem Fall auch nach dem weiteren Vorgehen, ob noch weitere Unterlagen gewünscht werden, wann Sie mit dem ersten Feedback rechnen können etc.

  • Mögliche Fragen an den Interviewpartner:
  • Wie schätzt der Interviewpartner die Zukunftsaussichten für das Unternehmen ein?
  • Wie können Sie sich Ihren späteren Arbeitsplatz vorstellen?
  • Wie viel Zeit sollte für Dienstreisen einkalkuliert werden?
  • Werden Sie im Team arbeiten oder eher alleine an einem Projekt?
  • Wie groß ist das Team?
  • Was sollte in jedem Fall durch Ihre Mitarbeit besser werden? Was funktioniert heute nicht gut?
  • Wird Ihre Position neu geschaffen oder nur neu besetzt?
  • Welche Erwartungen hat das Unternehmen an Sie?

Positive Einstimmung

Lächeln Sie bevor Sie das Gespräch annehmen in sich hinein und atmen Sie tief durch. Auf diese Weise können Sie Ihre Nervosität mildern und sich positiv einstimmen. Sehen Sie das Gespräch mehr als eine Möglichkeit, sich selbst zu präsentieren, weniger als Fragestunden durch das Unternehmen. Kleiner Tipp: führen Sie das Gespräch im Stehen. Ihre Stimme wirkt dann voller und selbstsicherer. Stellen Sie alle möglicherweise störenden Hintergrundgeräusche ab, so dass Sie einen positiven Eindruck hinterlassen

Notizen

Machen Sie sich während des Gesprächs ein paar Notizen. Vielleicht können Sie über den Anzeigentext hinaus noch mehr über die ausgeschriebene Position oder die aktuelle Unternehmenssituation erfahren. Wenn Sie sich initiativ bewerben, dann vermerken Sie die korrekte Schreibweise Ihres Ansprechpartners und einige Stichpunkte zu den möglichen Einstiegspositionen.

Fragen des potentiellen Arbeitgebers

Ihr Gesprächspartner wird Sie nach Ihrer Selbstpräsentation sicher auf Brüche in Ihrem Lebenslauf ansprechen oder auf eventuelle wunde Punkte. Hierauf sollten Sie gut vorbereitet sein und eine schlüssige ‚Geschichte’ aufzeigen. Eventuell werden Sie auch gebeten zu beschreiben, wie Sie sich in bestimmten Arbeitssituationen verhalten würden. Dies ist eine Art mini-Assessment Center. Antworten Sie hier möglichst authentisch Ihrer Persönlichkeit entsprechend. Es gibt kein richtig oder falsch. Auf Fragen zu den Gehaltsvorstellungen sollten Sie eher allgemein antworten – z.B. dass Sie sich das für die Branche übliche Gehalt von 2.500€-3.000€ sehr gut vorstellen könnten. Lassen Sie sich hier nicht irritieren. Es kann durchaus sinnvoll sein, die Gehaltsvorstellungen frühzeitig auszutauschen, insbesondere wenn Sie sich initiativ bewerben. Warten Sie jedoch auf einen Wink des Gesprächspartners. Sie sollten aktiv besser auf Ihre Stärken und Fähigkeiten für eine bestimme Position eingehen als gleich in Gehaltsverhandlungen einzusteigen.

Telefonskript

Wenn Sie sich initiativ bewerben, dann ist es hilfreich, wenn Sie vorab ein Telefonskript verfassen. Gestalten Sie Ihre Ansprache möglichst mit offenen Fragen, auf die Ihr Gesprächspartner nicht mit ja oder nein antworten kann. Beim ersten ‚nein’ hat er sonst schon die Möglichkeit, das Gespräch abzubrechen. Überlegen Sie, wie Sie den Ansprechpartner begeistern könnten, sein Interesse wecken könnten. Was können Sie ihm anbieten? Was wünschen Sie sich als weiteres Vorgehen? (möchten Sie z.B. Ihre Unterlagen zusenden oder lieber direkt einen Gesprächstermin vereinbaren). Je genauer Sie sich Ihr Gespräch vorab überlegt haben, umso besser können Sie es in die richtige Richtung steuern. Formulieren Sie in Ihrem Skript die Einstiegssätze klar vor – was ist der Grund für Ihren Anruf. Schreiben Sie Antworten auf mögliche Fragen auf und überlegen Sie sich Fragen, die Sie ggf. stellen können, um mehr über das Unternehmen zu erfahren.

Danke

Bedanken Sie sich zum Abschluß auf jeden Fall bei Ihrem Gesprächspartner für seine Zeit und das konstruktive Gespräch und wünschen Sie dem Gesprächspartner noch einen schönen Tag.