Studienkredit

Traumjob

Traumjob gesucht?

Sich bewerben bedeutet zu einem gehörigen Teil ‚sich verkaufen’. Hierzu ist es wichtig, genau zu wissen, wo Ihre Fähigkeiten und ganz persönlichen Stärken liegen. Mit den folgenden Übungen können Sie sich besser kennen lernen. Dies wird Ihnen helfen, den für Sie optimalen Berufseinstieg zu planen. Erkennen Sie Ihre Besonderheiten und setzen Sie diese in Ihrer Bewerbung geschickt in Szene.

  1. Schritt: Selbsteinschätzung

Hier geht es darum, sich Gedanken zu den eigenen Stärken und Schwächen zu machen. Da wir uns häufig schwer tun, neben unseren Schwächen auch unsere Stärken zu sehen, ist dies gewiß keine leichte Aufgabenstellung. Dennoch ist gerade die Betrachtung der Stärken von zentraler Bedeutung, denn in jedem Vorstellungsgespräch werden Sie mit Ihren individuellen Stärken werben müssen, um sich gegen die Mitstreiter durchzusetzen. Lernen Sie sich mit Hilfe der folgenden Fragen näher kennen. Notieren Sie möglichst spontan (ohne großes Nachdenken), was Ihnen in den Sinn kommt.

Was kann ich besonders gut? (z.B. kreativ sein, mit Zahlen umgehen, Texte schreiben etc.) Nach dem ersten Brainstorming gewichten Sie Ihre Fähigkeiten. Fassen Sie Ihre 5 wichtigsten Fähigkeiten zusammen:

  • Meine stärkste Fähigkeit:
  • Meine zweitstärkste Fähigkeit:
  • Meine drittstärkste Fähigkeit:
  • An vierter Stelle:
  • An fünfter Stelle:

Welche Eigenschaften zeichnen mich aus? (z.B. eigenverantwortlich, analytisch etc.)

Fassen Sie Ihre 5 wichtigsten Eigenschaften zusammen, denn diese sind Ihre Charakteristika.

Wie nehmen Ihre Freunde Sie war? Was schätzen Ihre Freunde an Ihnen besonders?

(hier können sie sich zunächst selbst einschätzen und dann Ihre Freunde befragen)

 In welchen Berufsfeldern kann ich meine Eigenschaften und Fähigkeiten besonders gut einsetzen?

 Welche Branchen interessieren mich besonders?

 Welche Interessen/ Hobbies habe ich? Kann ich diese mit meinen Fähigkeiten verbinden?

 Welche Ziele/ Träume habe ich? (möchten Sie z.B. mal ein eigens Unternehmen führen?)

 Was ist mir für meine Arbeit wichtig? (brauchen sie zum Beispiel feste Strukturen oder schätzen Sie eher Freiräume etc.)

Wie sieht ihr Wunscharbeitsplatz aus?

Lehnen Sie sich für die Beantwortung dieser Frage am besten entspannt zurück, schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, wie Sie an einem idealen Tag morgens Ihre Wohnung verlassen und sich auf den Weg zur Arbeit machen. Ist Ihr Arbeitsplatz in einem Hochhaus? Sitzen Sie in einem Großraumbüro oder vielleicht eher in einem Einzelbüro, ist es hektisch oder ruhig, müssen sie viel ans Telefon oder arbeiten Sie ein Konzept aus etc.? Stellen Sie sich Ihren Traumarbeitsplatz in allen Details genau vor. Und notieren Sie anschließend die wichtigsten 5 Charakteristika.

Welche Unternehmenskultur passt zu mir?

(diskutieren Sie gerne mit anderen, mögen Sie keine close door policy etc.?)

Mit welchen Menschen arbeite ich am liebsten zusammen? Welche Charaktere passen gut zu mir?

Welche Rolle übernehme ich am liebsten? (sind Sie eher der Teamplayer oder eher ein Anführer-Typ?)

Welche Werte sind Ihnen besonders wichtig? (hier können Sie Werte wie Fairness, Loyalität etc. aufführen)

 Wo möchte ich in 5-10 Jahren stehen? Wie möchte ich dann leben und arbeiten?

(möchten Sie z.B. selbständig sein oder eine Abteilung leiten?)

Was wäre denn noch alles möglich? Was könnten Sie in den nächsten 5-10 Jahren sonst noch erreichen? (z.B. ein MBA in den USA absolvieren, die Firma vom Onkel übernehmen)

Wenn Sie Ihr Brainstorming beendet haben, dann haben Sie die Basis für Ihre Jobsuche geschaffen. Ihre wichtigsten 5 Eigenschaften und Fähigkeiten haben Sie von nun an für jedes Bewerbungsgespräch parat. Ihre 3 Schwächen wandeln Sie in eine aus Arbeitgebersicht möglichst positive Formulierung um – denn viele persönliche Schwächen sind ja auch sehr positiv für Ihren Arbeitgeber (z.B. Perfektionismus oder ein hoher Anspruch an die eigene Leistung). Alle Überlegungen zu Ihrem idealen Arbeitsplatz, der idealen Umgebung, zu Ihren Zielen etc. sind von nun an Teil Ihres Suchschemas, um den für Sie passenden Arbeitgeber zu finden. Nehmen Sie Ihre Wünsche ernst, denn sonst entscheiden Sie sich eventuell vorschnell für einen Job, der Ihnen dann doch nicht zusagt, so dass Sie sich gleich nach einer Alternative umsehen müssen.

Positive Selbstdarstellung

Nachdem Sie sich nun erfolgreich selbst eingeschätzt haben, geht es darum, ihre Fähigkeiten und Eigenschaften möglichst gezielt auf das Jobangebot zu übertragen und überzeugend rüberzubringen. Stellen Sie sich zur Übung folgende Situation vor. Sie treffen plötzlich einen Schulfreund wieder, den Sie schon ewig nicht mehr gesehen haben. Nach der Begrüßung fragt er Sie natürlich sofort, was Sie denn in den letzten Jahren so gemacht haben. Leider hat er nicht viel Zeit, weil er eigentlich auf dem Sprung zu einem anderen Termin ist. Erzählen Sie Ihrem Gegenüber also in der Kürze der Zeit die wichtigsten Highlights aus der Hochschulzeit, aus Praktika und von natürlich von Ihren Erfolgen bei Ihren Hobbys. Wenn Sie den Bericht spannend und abwechslungsreich gestalten wollen, dann werden Sie sicher bestimmte Schwerpunkte setzen. Stellen Sie Ihre Geschichte so da, als wäre wirklich alles richtig gelaufen, als hätte jeder einzelne Schritt sein Gutes gehabt (betonen Sie nur das Gute!). Sie können Ihre Geschichte der Wand erzählen oder aber auch gleich einen Freund um Hilfe bitten, der Ihnen anschließend Feedback geben kann. Ihr Benefit von dieser Übung? Sie haben trainiert, wie Sie sich im Bewerbungsgespräch überzeugend darstellen können und sind von jetzt an mit dieser Situation vertraut. Es bereitet Ihnen weniger Schwierigkeiten, einen spannenden Kurzvortrag über Ihr erlerntes Fachwissen und Ihre persönlichen Stärken zu halten. Ihr Werdegang ist jetzt eine richtig runde Story!

 Kontinuierliche Recherche

Um Ihrem Traumjob näher zu kommen, sollten Sie immer auf dem Laufenden sein. Studieren Sie neben Ihrer Fachliteratur auch regelmäßig die Wirtschaftspresse, um zu erfahren, was auf dem Arbeitsmarkt gerade gefragt ist. Machen Sie sich durch Internetrecherchen und Presseartikel frühzeitig mit Ihren potentiellen Arbeitgebern vertraut und beobachten Sie die jeweilige Unternehmensentwicklung. Viele Unternehmen bieten heutzutage Wettbewerbe oder die Teilnahme an Fallstudien als Workshop an. Nutzen Sie diese Gelegenheiten, um frühzeitig mit den für Sie interessanten Unternehmen in Kontakt zu kommen. Sie können hierauf später mühelos in Ihren Bewerbungsanschreiben verweisen und haben somit einen Vorteil ggü. anderen Bewerbern. Viele Unternehmen stellen sich auch auf hochschulspezifischen Firmenkontaktmessen oder überregionalen Job Messen vor. Auch hier können Sie erste Informationen sammeln und sich in einem ersten Gespräch kurz bei den Vertretern der Personalabteilung vorstellen. Bringen Sie frühzeitig in Erfahrung, was man in diesen Unternehmen von Ihnen erwartet – fachlich wie auch hinsichtlich Ihrer Soft Skills. Auf diese Weise können Sie sich noch während des Studiums optimal auf den späteren Bewerbungsmarathon vorbereiten.

Es gibt eine Vielzahl von Persönlichkeitstests, um seinen Neigungen und Fähigkeiten auf die Spur zu kommen. Jedoch sollten Sie auch immer schauen, wie Sie dies auf eine Bewerbungssituation transferieren können.

Unsere Buchempfehlung zum Thema Traumjob: ‚Durchstarten zum Traumjob’ von Richard Nelson Bolles, ISBN-10: 3593370883