Selbstmarketing

Selbstmarketing

Werbung in eigener Sache

Mit Selbstmarketing haben Studierende aller Studiengänge meist Probleme. Dabei ist damit lediglich gemeint, dass sie ihre persönlichen Fähigkeiten realistisch einschätzen und das auch (in der Bewerbung, im Vorstellungsgespräch, aber auch bei Netzwerkveranstaltungen etc.) kommunizieren. Stellen Sie sich dazu folgende Fragen: Was sind meine Ziele? Was sind meine Fähigkeiten und Fertigkeiten? Wie sieht der Markt aus, an dem ich interessiert bin? Wie präsentiere ich mich am besten? Eine gründliche und intensive Vorbereitung ist die beste Basis für eine erfolgreiche Bewerbung. Aus diesem Grund sollten Sie sich dieser Aufgabe ausführlich und gewissenhaft widmen.

Selbsteinschätzung Analyse der eigenen Person

Zu einer ausführlichen Selbsteinschätzung gehören folgende Punkte:

  • Wissen über die eigenen Stärken und Schwächen
  • Wissen über die persönlichen, beruflichen und privaten Ziele
  • Wissen, dass Selbstbild nicht immer gleich Fremdbild ist
  • Wissen über den Markt und die Branchen, in denen Sie sich bewerben wollen
  • Wissen über Anforderungen der Position, für die Sie sich interessieren und bewerben möchten

Damit Sie sich selbst überzeugend darstellen und selbstbewusst präsentieren, sollten Sie eine genaue Analyse Ihrer eigenen Person erstellen. Arbeiten Sie ein persönliches Qualifikationsprofil aus: Gehen Sie nicht oberflächlich an einzelne Punkte heran, sondern lassen Sie sich genügend Zeit und schreiben Sie die Punkte auf. Es ist wichtig, ein breites Spektrum Ihrer Fähigkeiten zu erfassen und dies nicht auf eine Branche einzuschränken. Eine sorgfältige Selbsteinschätzung wird es Ihnen ermöglichen, sich selbst besser kennenzulernen!

Definition Ihrer Stärken und Schwächen Bewerberauswahl anhand des Stärken- und Schwächenprofils

Die wichtigste Komponente, die gegenseitige Sympathie, wird immer noch unterschätzt. Dabei können Sie als aktiver Bewerber alle Anforderungen erfüllen; wenn zwischen Ihnen und Ihrem neuen Arbeitgeber die Chemie nicht stimmt, wird es trotzdem zu keinem neuen Vertrag kommen. Umgekehrt dürfen Sie auch darauf hoffen, dass der Personalchef über das ein oder andere Defizit in Ihrem Lebenslauf hinwegsieht, wenn Sie einander sympathisch sind. Trotzdem gibt es Anforderungen, die jenseits von gegenseitiger Sympathie erfüllt werden müssen. Generell werden die Anforderungen bei der Bewerberauswahl in Hard Skills und Soft Skills unterschieden: Hard Skills sind einfach erkennbare, objektivierbare Anforderungen an den potenziellen Bewerber. Soft Skills sind Kenntnisse und Fähigkeiten, die nicht direkt erkennbar sind und die von den potenziellen Arbeitgebern entweder über subjektive Einschätzungen (Bewerberinterview) oder Testverfahren (Assessment-Center) bewertet werden. Hard Skills dienen in erster Linie der Bewertung der schriftlichen Bewerbungsunterlagen. Sie sind fester Bestandteil eines Anforderungsprofils und werden in Abhängigkeit zur Position und der Anzahl der Bewerber entweder restriktiv oder großzügiger gestaltet. Aufgrund ihrer guten Vergleichbarkeit spielen sie zu Beginn der Bewerberauswahl bzw. zur Einladung zum Vorstellungsgespräch eine große Rolle, verlieren aber im weiteren Kennenlernprozess an Bedeutung. Auswahlprozesse sind meist nicht logisch nachvollziehbar. Folgende objektivierbare Anforderungen finden die meiste Beachtung:

Schlüsselqualifikationen im Bereich Soft Skills
Schlüsselqualifikationen im Bereich Hard Skills
  • Lernfähigkeit
  • Selbstständigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Führungsfähigkeit
  • Präsentationsfähigkeit
  • Frustrationstoleranz
  • Moderation
  • Rhetorik/Dialektik
  • Selbstbewusstsein
  • Studienrichtung
  • Studienschwerpunkte
  • Qualität und Anzahl der Praktika
  • Sprachkenntnisse
  • EDV-Kenntnisse
  • Examensnote
  • MBA oder Promotion
  • Semesteranzahl
  • Studienort, FH/Universität
  • Note, Themenbereich der Abschlussarbeit/Promotion
  • Berufsausbildung
  • Abiturdurchschnitt
  • Außeruniversitäres Engagement