Informationen für Eltern von Studierenden

eine kompakte Einführung rund um das Thema Studium

Im Hochschulsystem hat sich nach der Bologna-Reform einiges Grundlegend geändert. Nicht nur die Namensänderung von Diplom und Magister zu Bachelor und Master. Vieles ist neu wie z.B. die kürzere Studiendauer, dass Lehrpläne in Module unterteilt sind auch dass die Leistungen nun in sogenannten ECTS-Punkten gemessen wird. Nach diesen gravierenden Änderungen fühlen sich viele Eltern überfordert und kenn sich in der Welt der Hochschulen nicht mehr aus. Mit Fragen wie „was genau ist ein Bachelor? Welcher Abschluss ist für welchen Karriereweg wichtig? Und wie kann ich meinem Kind bei der Finanzierung des Studiums helfen?“ werden Eltern von Schulabgängern häufig konfrontiert. Um diese und andere Fragen zu klären, haben wir einige Informationen für Eltern zusammengestellt.

Ausbildung oder Studium? der Grundstein für die berufliche Zukunft

Einen strukturierten Tagesablauf und eigenes Gehalt oder lieber an die Uni mit Gestaltungsspielraum und finanzieller Unsicherheit? Vielen Eltern stellt sich die Frage, was das Beste für ihr Kind ist. Das kommt natürlich auf die Persönlichkeit und die Ziele an die der Schulabgänger erreichen möchte. Es gibt aber einige Ansatzpunkte die bei der Entscheidung hilfreich sein können.

fachliche Vorlieben erkennen

Es gibt Wunschberufe bei denen ist klar was zu tun ist. Wenn ihr Kind Anwalt, Arzt oder Lehrer werden möchte führt kein Weg an einem Studium vorbei. Doch was tun wenn der Traumberuf noch nicht klar definiert ist? Das Kind sollte sich über seine fachlichen Vorlieben im Klaren sein. In vielen Bereichen kann man ähnliche Berufe durch ein Studium sowie wie durch eine Ausbildung erlernen, wie z.B ein Sprachwissenschaftliches Studium oder eine Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten. Oder kommt doch eher ein MINT-Fach in Frage? Es muss gemeinsam ab gewägt werden, welcher Weg eher zur Persönlichkeit des Kindes passt und wie wichtig ihm die Planungssicherheit bzw. der Gestaltungsspielraum ist. Natürlich spielt der Finanzielle Aspekt auch eine große Rolle bei der Entscheidung für ein Studium oder eine Ausbildung. Nicht zu vergessen ist aber auch die Möglichkeit des Dualen Studiums. Hier absolviert der Student eine Ausbildung in einem Betrieb und studiert parallel dazu an einer Hochschule. Diese Variante hat natürlich seine finanziellen Vorteile, erfordert aber ein Hohes Maß an Disziplin.

Kosten und Karriere

Beim Start in eine Ausbildung fallen keine Kosten an und der Azubi verdient sein erstes eigens Gehalt. So erreicht Ihr Kind schon kurze Zeit nach der Schule eine finanzielle Unabhängigkeit. Dagegen ist ein Studium mit relativ hohen Kosten verbunden, die sich in aber in näherer Zukunft durch eine aufsteigende Karriere bezahlt machen können. Das Risiko der Arbeitslosigkeit ist für Akademiker statistisch gesehen geringer. Jedoch ist ein Studium keine Garantie für eine Spitzenkarriere, denn ohne Fleiß, die richte Wahl des Studiengangs und ein wenig Glück, bleibt diese auch bei Akademikern aus.

Die Bologna Reform Globalisierung der Hochschulwelt

Erst seit 1999 gibt es die Bachelor-Master Programme in Deutschland. Davor gab es das Diplom mit dem Abschluss eines Studienfaches, den Magister für Studiengänge mit zwei oder drei Fächern und das Staatsexamen für Berufe wie Jurist oder Lehrer die vom Staat geprüft werden. Diese Reform wurde in Bologna eingeleitet um das Hochschulsystem möglichst Global einheitlich zu gestalten. Inzwischen sind es 47 Länder die diese Reform umgesetzt haben. Der internationale Austausch von Studierenden und die Anerkennung von Abschlüssen im europäischen Ausland sind die zentralen Ziele der der Bologna Reform.

Der Bachelorabschluss

Es gibt rund 7.500 Bachelor-Studiengänge in Deutschland. Es ist der erste berufsqualifizierende Abschluss der mit Fachhochschulreife oder Abitur erreicht werden kann. Der Student kann sich hierbei auf ein Fach, den sogenannte „Mono-Bachelor“ konzentrieren oder er kombiniert zwei oder drei Studienfächer miteinander das nennt man dann „Kombinations-Bachelor“. Es ist je nach Hochschule unterschiedlich welche Fächer miteinander kombiniert werden können. Wir stellen Ihnen die drei häufigsten Titel in Deutschland kurz vor:

Bachelor of Arts (B.A) der meist verbreiteteste Abschluss für Studiengänge wie, Sozial-, Gesellschafts-, Wirtschafts-, Sprach oder Kulturwissenschaften

Bachelor of Science (B.Sc.) dieser Titel wird hauptsächlich für die MINT-Studiengänge vergeben. Wie zum Beispiel, Naturwissenschaften, mathematisch und technisch orientierte Fachbereiche wie Biologie, Physik, Maschinenbau oder Informatik.

Bachelor of Engineering (B.Eng.) ist noch ein Stück weit technischer ausgerichtet als der Bachelor of Science und setzt die Schwerpunkte mehr auf die praktische Anwendung des Lerninhaltes.

Der Masterabschluss

Wer den Bachelor erreicht hat, kann nun in den Beruf einsteigen oder mit dem Master starten. In diesem weiterführenden Studium werden in zwei bis drei Jahren tiefgehende Kenntnisse der wissenschaftlichen Forschung für einen Fachbereich vermittelt. Die meisten Studiengänge bauen auf ein fachverwandtes Bachelor-Studium auf. Daher sollte man sich schon bei der Wahl zum Bachelor-Studiengang relativ sicher sein, welchen beruflichen Weg man später einschlagen möchte. Doch keine Sorge, wer sein Studienfach im Bachelor bereut hat, kann auch in einem weiterbildenden Master Programm ein neues Fach wählen, um das eigene Wissen auszubauen. Um das Studienfach zu wechseln kann der Studierende, dank der international anerkannten ECTS-Punkte Verteilung, seinen Master auch an einer anderen Hochschule oder im Ausland absolvieren.

Die ECTS-Punkte

Diese ECTS-Punkte (European Credit Transfer System), die für die Leistungen des Studierenden vergeben werden, sind mit der Bologna-Reform entstanden. Sie bewerten den erbrachten Arbeitsaufwand im Studium. Dabei steht ein Punkt für ca. 27 Arbeitsstunden. Ziel ist es im Studium auf 60 Punkte im Jahr zu kommen. Man muss wissen, dass die Anzahl der ECTS-Punkte nichts über die Qualität der Arbeit aussagt, lediglich über die Zeit die er dafür aufbringen musste. Bei der Bewertung der Qualität kommen dann die klassischen Schulnoten ins Spiel, wobei hier die Note 4 die Entscheidende ist. Wer schlechter ist, ist durchgefallen und kann dann auch die fehlenden ECTS-Punkte die für den Kurs benötigt werden, nicht mehr aufholen. Für die Abschlussnote werden alle Punkte und Noten zusammengezählt. Um einen Bachelor-Abschluss zu erhalten werden 180 Punkte benötigt, beim Master sind es 60 Punkte. Diese Einteilung variiert jedoch bei den Hochschularten und an ausländischen Hochschulen.

Finanzierung des Studiums verschiedene Finanzierungsmodelle

Ein Studium wird von vielen als die schönste Zeit im Leben eines jungen Menschen bezeichnet. Zugleich ist aber auch eine hohe finanzielle Belastung. Vor allem die Lebenshaltungskosten wie Miete, Versicherungen, Fahrtkosten und Lebensmittel schlagen hart zu Buche. Zudem kommen noch die Kosten für Lernmittel, Semesterbeiträge und natürlich die Freizeitgestaltung. Ein Student in Deutschland gibt im Durchschnitt rund 800 € für seinen Lebensunterhalt aus. Um sich einen Überblick über die Möglichkeiten der Studienfinanzierung zu schaffen haben wir diese für Sie zusammengestellt.

Überblick Finanzierungsmodelle