Studienkredit oder Studentenkredit – was ist der Unterschied?

Studienkredit oder Studentenkredit – was ist der Unterschied?

Ein Studienkredit dient dazu, die laufenden Kosten und die Gebühren für das Studium zu finanzieren, ein Studentenkredit wird für einmalige Anschaffungen beantragt. Bei beiden Darlehen gibt es einiges, was man beachten sollte.

Das Studium ist eine herausfordernde Zeit, sowohl persönlich auch auch finanziell. Es gibt viele Dinge die unter einen Hut gebracht werden müssen – Lernziele, Privatleben, das Finanzielle. Zum ersten Mal steht man auf eigenen Beinen und muss sein Leben organisieren. Die größte Schwierigkeit für viele Studenten ist die Finanzierung. Miete, Strom und Wachsalon, Bücher, Lebensmittel und Fahrkarte müssen jeden Monat bezahlt werden, allerdings sind die Einnahmen als Student in der Regel gering.
Wie viel Geld braucht man eigentlich?

Wer unseren Finanzbedarf Check verwendet, kann sich detailliert ausrechnen, wie hoch sein finanzieller Bedarf tatsächlich ist. Im Durchschnitt brauchen Studenten in Deutschland 800 Euro monatlich, wovon rund die Hälfte immer noch von den Eltern getragen wird. Das bedeutet auch, dass Abiturienten aus sozial schwachen Familien weniger Chancen haben, zu studieren – und das, obwohl es nicht einmal mehr Studiengebühren gibt.

BAföG löst weniger Probleme als geplant

Das Problem: Eigentlich soll das BAföG die Probleme abfangen und dafür sorgen, dass Kinder aus allen Schichten unbesorgt studieren können. Doch im Gegensatz zur Zahl der Studierenden, die jedes Jahr ansteigt, sinkt die Zahl der BAföG Empfänger kontinuierlich. Der Grund sind verschleppte Reformen. Nur die Hälfte aller Empfänger bekommt zudem den ganzen Satz, die restlichen Studierenden bekommen nur eine Teilförderung aus dem BAföG Topf. Das Ergebnis ist, dass viele Studenten neben der Uni jobben müssen, um über die Runden zu kommen.

Ein Studienkredit hilft zeitweise, das Leben zu finanzieren

Ein Studienkredit kann eine (temporäre) Lösung sein. Er dient dazu, die laufenden Lebenshaltungskosten und Gebühren des Studiums (etwa Semestergebühren) finanzieren zu können. Die bekanntesten Studiendarlehen sind:

  • Das Studienabschlussdarlehen von der Darlehenskasse des Deutschen Studentenwerks e.V., das meist in der Endphase des Studiums vergeben wird. Hier muss man nämlich noch einmal kräftig anziehen und hat weniger Zeit, nebenbei zu jobben.
  • Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt einen Studienkredit, der mit maximal 650 Euro für höchstens zehn Semester ausgezahlt wird.

Studienkredite sind teurer als BAföG

Die Nachteile dieser Studienkredite: Sie müssen komplett und plus Zinsen zurückgezahlt werden, während das BAföG zur Hälfte als Zuschuss gezahlt wird. Man verschuldet sich also gewaltig und hat später eine ansehnliche Summe zurückzuzahlen. In den meisten Fällen qualifiziert das Studium jedoch für einen gut bezahlten Beruf, sodass die Rückzahlung kein großes Problem darstellen sollte.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen dem BAföG und einem Studienkredit: Ein Kredit wird nur nach einer Prüfung der Bonität vergeben – oder eben abgelehnt. Wer wirklich auf dieses Geld angewiesen ist, sollte es so früh wie möglich beantragen.

Ein Studentenkredit für Anschaffungen und zum Überbrücken

Studentenkredite sind hingegen ganz normale Kredite für Studenten, die eben an diese „Berufsgruppe“ ausgezahlt werden, was keine Selbstverständlichkeit ist und nicht bei jeder Bank funkintoniert. Darum ist es sinnvoll, einen entsprechenden Kreditvergleich zu machen und sich online geeignete Banken anzeigen zu lassen.

Einen Studentenkredit braucht man immer dann, wenn das monatlich zur Verfügung stehende Geld nicht ausreicht, um eine bestimmte Anschaffung zu machen, das Auslandssemester zu finanzieren oder eine Zeit ohne Job zu überbrücken.

Voraussetzungen für einen Studentenkredit

 Wie bei jedem Kredit möchte die Bank natürlich wissen, welche monatlichen Einkünfte der Student hat. Hier kann schon ein geringes Einkommen helfen, den Kredit bewilligt zu bekommen. Die günstigsten Konditionen findet man, indem man verschiedene Anbieter miteinander vergleicht. Das kann man ebenso online erledigen wie die Beantragung des Kredites, wenn man sich für einen Anbieter mit guten Konditionen entschieden hat.

Den Kredit beantragen

Ganz ohne lästigen Papierkram trägt man einfach alle wichtigen Informationen in das Onlineformular ein. Man wählt zunächst eine Kreditsumme und die gewünschte Laufzeit. Daraus ergibt sich die monatliche Rate, wobei man darauf achten sollte, dass man diese auch bedienen kann. Hat man persönlich zugeschnittene Angebote bekommen, wählt man eines aus. Der passende Kredit hat:

  • im Vergleich einen möglichst niedrigen, effektiven Jahreszinses) der Nominalzins ist wenig aussagekräftig)
  • die Möglichkeit, ohne zusätzliche Kosten einen Teil des Kredits oder die ganze Summe vorzeitig zu tilgen

Alles funktioniert online

Die Bank braucht bestimmte Unterlagen wie die Immatrikulationsbescheinigung, einen Verdienstnachweis und anderes. Die Nachweise können alle online hochgeladen werden. Auch für die Identifikation muss man nicht mehr das Haus verlassen, sondern kann sich bei vielen Banken anhand eines Videochats identifizieren. Ist der Kredit bewilligt, dauert es meist nur ein bis zwei Tage, bis er aufs Konto ausgezahlt wird.

Worauf man achten sollte

Einen Kredit sollte man nicht leichtfertig beantragen, sondern nur, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, an das benötigte Geld zu kommen. Am besten fragt man zunächst einmal in der Familie nach, ob man sich dort den Betrag leihen kann. In der Regel sind Familienmitglieder bei der Rückzahlung etwas toleranter und verlangen keine Zinsen. Wer nicht sicher ist, wie die Bank die eigene Bonität beurteilt, kann sich vor einem Antrag eine Selbstauskunft der Schufa einholen. Das funktioniert einmal jährlich kostenlos und kann interessante Einblicke geben. Besonders veraltete Einträge behindern manchmal eine reibungslose Abwicklung mit der Bank. Diese kann man löschen lassen.

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