Studieren in Nordrhein-Westfalen

Studieren in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen oder in der Kurzform NRW grenzt im Westen an Belgien und die Niederlande. Das bietet der Region hervorragende Optionen für Ausflüge oder Kurztripps zum Abschalten und Entspannen. Denn mit ca. 18 Mio. Einwohnern ist NRW das bevölkerungsreichste Bundesland.  Denn mit der Rhein-Ruhr-Metroploregion beheimatet Nordrhein-Westfalen eine der 30 größten Ballungsräume der Welt. Mehr als 1/3 aller Großstädte der Bundesrepublik liegen in diesem Bundesland. Kommend aus dem Erz- und Kohlebergbau befindet sich das Land in einem Strukturwandel hin zur Dienstleistungs- und Technologiewirtschaft. Oft unterschätzt: Mit ungefähr 22% Anteil am deutschen Bruttoinlandsprodukt ist NRW immer noch das Land mit der höchsten Wirtschaftsleistung. Studieren in NRW ist daher aus mehreren Gründen reizvoll:

 

Studiensituation

In Nordrhein-Westfallen stehen (Fern-)Universitäten und verschiedene Arten von Hochschulen als Ausbildungsstätte zur Auswahl. Jeder Hochschultyp hat gewisse Vorteile und hebt sich von den anderen ab.
Die große Mehrheit der Studierenden absolviert ein sogenanntes Vollstudium. Das Vollstudium ist ein Präsenzstudium, das überwiegend vor Ort an der Hochschule stattfindet. Die Vorlesungen und Seminare sind über den ganzen Tag verteilt, so dass die Studierenden ihre Wochentage an der Hochschule verbringen.
Darüber hinaus gibt es allerdings noch weitere Studienformen wie beispielsweise ein Fernstudium oder ein Duales Studium. Beim Fernstudium erhalten die Studierenden ihre Lernmaterialien nach Hause, der eigene Schreibtisch wird zum Hörsaal. Beim Dualen Studium werden eine Berufsausbildung und ein Studium parallel absolviert, Phasen des Studiums an der Hochschule wechseln sich mit Phasen im Betrieb ab. Diese Studienformen sind vor allem für Berufstätige gut geeignet, die sich über ein begleitendes Studium weiter qualifizieren möchten. Sie erfordern jedoch ein hohes Maß an Selbstorganisation und Disziplin, da Beruf und Studium miteinander vereinbart werden müssen.

In Nordrhein-Westfalen werden alle gängigen Studiengänge angeboten, die „klassischen“ und die „modernen“. Die Nachfrage nach den klassischen Studienrichtungen wie Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften ist seit Jahren recht hoch, wogegen Natur- und Ingenieurswissenschaften nach einem Einbruch der Nachfrage zum Ende der 1990er Jahre leicht ansteigendes Interesse verzeichnen. Bekannte Universitätsstädte sind: Köln, Paderborn, Düsseldorf, Siegen und natürlich Aachen.

 

Studienfinanzierung in NRW

Finanzielle Unterstützung durch ein Stipendium ist nicht ausschließlich Hochbegabten vorbehalten, sondern steht prinzipiell allen Studierenden offen. Über die sogenannten Begabtenförderungswerke finanziert die Bundesregierung besonders engagierte Studierende. Zu den Begabtenförderungswerken gehören insgesamt zwölf Stiftungen, die entweder parteilich, gewerkschaftlich oder konfessionell geprägt sind. Hinzu kommen zahlreiche staatlich geförderte und private Institutionen. Jedes Förderwerk und jede Stiftung haben unterschiedliche Bewerbungs- und Vergabeverfahren.

Die Darlehenskasse der Studierendenwerke e.V. (Daka) bietet für Studierende in jeder Phase des Studiums ein zinsfreies Studiendarlehen an. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Studierenden an einer staatlichen Hochschule in Nordrhein-Westfalen eingeschrieben sind, einen Sozialbeitrag an das örtliche Studierendenwerk entrichten, bei der Sicherung des Lebensunterhaltes auf eine Finanzhilfe angewiesen sind und einen Bürgen stellen können.

Schneller und einfacher ist dabei die Finanzierung über Bildungsfonds. Gerade im Bereich der technisch-orientierten Studiengänge hat sich der Festo-Bildungsfonds zur ganzheitlichen Förderung Studierender etabliert.

 

Kunst und Kultur

Nordrhein-Westfalen steckt voller Kunst und Kultur. Festivals in Oberhausen, Duisburg, Köln, Lünen, Münster, Bonn, Dortmund und anderswo im Land bieten Filmkultur auf hohem Niveau. Die Bauten von Stararchitekten bringen internationales Renommee. Namen wie Pina Bausch, Max Ernst, Emil Schumacher, Joseph Beuys oder das Ehepaar Becher stehen für künstlerische Avantgarde von Weltrang, ganz zu schweigen von den klingenden Namen aus vergangenen Tagen wie van Beethoven, Brahms, Schumann oder Heine und Böll, die mit Nordrhein-Westfalen in Verbindung gebracht werden. Die Landesregierung fördert die Entwicklung und den Erhalt der im Folgenden angeführten Sparten.
Mit seinen vielen Tanztheatern gehört Nordrhein-Westfalen zu den Zentren der Tanzkultur in Deutschland. Tanz und Ballett haben hier eine besondere Tradition, die Namen der Choreografinnen und Ensembles besitzen Strahlkraft in die ganze Welt. Die Landesregierung unterstützt die Entwicklung hin zum „Tanzland NRW“.
Neben renommierten Festivals, Preisen und der Filmförderung der Landesregierung sind es die Filmschaffenden selbst, die die Filmszene in Nordrhein-Westfalen überaus lebendig, kreativ und produktiv erhalten.

Mobilität in NRW

Studierende, deren Hochschule das SemesterTicket NRW eingeführt hat, können mit Ihrem SemesterTicket beliebig häufig Busse, Straßen- und Stadtbahnen sowie Nahverkehrszüge in der zweiten Klasse in ganz NRW nutzen – an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr.
• Ticket-Typ: SemesterTicket für Studenten, persönlich
• Geltungsdauer: ein Semester
• Gültigkeitsbereich: ganz NRW
• Kinder: fahren unter 6 Jahren kostenlos mit
• nutzbare Verkehrsmittel: alle Busse, Straßen-, Stadt- und U-Bahnen, S-Bahn, RegionalBahn, RegionalExpress
• Wagenklasse: 2. Klasse in Nahverkehrszügen (S-Bahn, RegionalBahn, RegionalExpress)
• nicht gestattet: IC/EC, ICE, Thalys, AutoZug, Nachtzug, NachtBus/NachtExpress in Ostwestfalen-Lippe
• BahnCard 25/50: werden nicht anerkannt
• Preis (WS 2017/2018): 50,90 Euro pro Semester zusätzlich zum VRS-SemesterTicket
• Preis (SS 2018): 52,80 Euro pro Semester zusätzlich zum VRS-SemesterTicket
• Verkauf: Preis wird automatisch mit den Semestergebühren überwiesen
• Online-Verkauf: nein

Oder das SchönerTagTicket NRW 5 Personen (für bis zu 5 Personen):
• Ticket-Typ: Tagesticket für Gruppen, nicht übertragbar nach Fahrtantritt
• Geltungsdauer: montags bis freitags 9 Uhr bis Betriebsschluss, an Wochenenden und Feiertagen ganztägig, beliebig viele Fahrten
• Gültigkeitsbereich: ganz NRW
• Personenkreis: bis zu 5 Personen oder ein Eltern-/Großelternpaar bzw. ein Eltern-/Großelternteil mit beliebiger Anzahl eigener Kinder bzw. Enkel bis einschließlich 14 Jahre
• Kinder: fahren unter 6 Jahren kostenlos mit
• nutzbare Verkehrsmittel: alle Busse, Straßen-, Stadt- und U-Bahnen, S-Bahn, RegionalBahn, RegionalExpress
• Wagenklasse: 2. Klasse in Nahverkehrszügen (S-Bahn, RegionalBahn, RegionalExpress)
• nicht gestattet: IC/EC, ICE, Thalys, AutoZug, Nachtzug, NachtBus/NachtExpress in Ostwestfalen-Lippe
• BahnCard 25/50: werden nicht anerkannt
• Preis: 45,00 Euro (* 2 Euro mehr am DB-Schalter)
• Verkauf: an allen DB Automaten und in den DB Reisezentren sowie an den Ticketautomaten und in den Verkaufsstellen der Verkehrsunternehmen in NRW, teilweise auch beim Busfahrer, auch über Handy und online.

Wohnungen für Studenten in Nordrhein-Westfahlen (Stand 2018)

In Köln streuen die Mietpreise für kleine Wohneinheiten stark: So kann man gelegentlich Wohnungen für und 10€/pm finden, aber problemlos auch in Preisregionen bis 18€/pm aufsteigen. In Aachen findet man Wohnungen auch für unter 10€/pm, wobei bei Wohnungsanzeigen, die Studierende direkt ansprechen, der Quadratmeterpreis um die 15€ liegt. Deutlich günstiger kommt man da in Siegen weg: Hier beginnt der Mietmarkt ab ca. 7€/qm, direkt für Studenten ausgeschriebene Wohnung kann man noch für knapp unter 10€/pm finden.