Erstwohnsitzprämie

Viele Studierende erhalten trotz eines anderen Studienstandortes ihren Erstwohnsitz bei ihren Eltern, da die Eltern dadurch steuerliche Vorteile erhalten oder etwaige Vorteile in privaten Versicherungsverträgen bestehen. Um es den Studierenden schmackhaft zu machen ihren Erstwohnsitz in die eigene Hochschulstadt zu verlagern, werden Studenten mit einmaligen oder dauerhaften Prämien (Gutscheinhefte, Geldprämien, Sachprämien,…) belohnt. Zusätzlich zur Erstwohnsitzprämie haben einige Hochschulstädte eine Zweitwohnungssteuer eingeführt, um den Studierenden näher an den Studienstandort zu binden.

Zweitwohnungssteuer

Die Zweitwohnsitzsteuer muss jeder leisten, der einen Zweitwohnsitz in der entsprechenden Stadt besitzt. Dabei handelt es sich um eine monatliche oder jährliche Abgabe, die in der Regel von der Höhe der gezahlten Miete abhängt. Die Zweitwohnsitzsteuer gilt auch für Studierende. Einige Städte ermöglichen Ausnahmen, wenn du zum Beispiel in einem Wohnheim wohnst. Nähere Informationen über deinen Studienstandort erhältst du bei dem jeweiligen Einwohnermeldeamt oder deiner Studentenvertretung. Die Rechtmäßigkeit der Erhebung einer Zweitwohnungssteuer auf Studierende ist bisher umstritten. Eventuell lohnt es sich eine Klage mit Unterstützung der Studentenvertretung oder der Gewerkschaft einzureichen.

Wichtig:Du solltest dich auf jeden Fall an deinem Hochschulstandort beim Einwohnermeldeamt anmelden, wenn du dort in eine Wohnung, WG oder ein Wohnheim beziehst. Eine Nachanmeldung gilt als Ordnungswidrigkeit und wird mit einem erheblichen Ordnungsgeld bestraft.