Physik studieren

Physik zu studieren bedeutet, sich mit den elementarsten Fragen des Lebens zu beschäftigen und den Dingen ganz genau auf den Grund zu gehen. Woraus besteht Licht? Wie entsteht aus Bewegung Energie? Was hält die Welt im Innersten zusammen? Wer das äußerst anspruchsvolle Studium schafft, wird mit sehr guten Berufsaussichten belohnt: In Forschung, Industrie und Bildung werden Physiker dringend gesucht.

Physikstudium Bachelor und Master

Bis zur Umstellung der deutschen Studiengänge auf das Bologna-System wurde Physik als Diplomstudiengang mit einer durchschnittlichen Studiendauer von elf Semestern angeboten. Das neue zweistufige Physikstudium gliedert sich in einen Bachelor, der nach einer Regelstudienzeit von sechs Semestern mit dem Titel Bachelor of Science abgeschlossen wird, und einen viersemestrigen Master. Dieser kann an den Bachelor angehängt werden und verleiht den Titel Master of Science. Das Bachelor­studium wird sowohl als Ein-Fach-Bachelor angeboten als auch als Zwei-Fach-Bachelor, bei dem neben Physik noch ein zweiter Studiengang gewählt wird. Bei Lehramtsstudiengängen handelt es sich in der Regel um Zwei-Fach-Bachelor.

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Inhalte und Voraussetzungen

Was die Inhalte des Physikstudiums angeht, gibt es keine einheitlichen Regelungen. Normalerweise gliedert sich das Studium in die Bereiche Theoretische Physik, Experimentelle Physik und Mathematik, wobei die Anteile verschieden ausgeprägt sein können. Die Theoretische Physik vermittelt wissenschaftliche Grundlagen, etwa der Mechanik, Quantenmechanik, statistischen Mechanik, Elektrodynamik und Thermodynamik. Diese Inhalte stehen in den ersten Semestern auf dem Lehrplan. Die Studierenden lernen die wichtigen Theorien der Physik kennen und anzuwenden. Anwendungsorientierter wird es bei der Experimentellen Physik, bei der Aspekte der Mechanik, Elektrizitätslehre, Optik und Akustik, des Magnetismus, der Wärmelehre und Atomphysik nicht nur theoretisch behandelt, sondern auch experimentell umgesetzt werden. Nach den ersten eher theoretischen Semestern, welche je nach Studienaufbau außerdem einen hohen mathematischen Anteil aufweisen können, stellt die Experimentelle Physik für viele Studenten eine spannende Phase des Forschens und Entdeckens dar.

Inwiefern man sich im Lauf des Studiums spezialisieren kann, ist hochschulabhängig. Während einige Hochschulen spezialisierte Studiengänge anbieten, die sich von Beginn an auf einen Teilbereich der Physik konzentrieren (etwa Astrophysik oder Biophysik), bieten andere die Wahl eines Schwerpunkts nach einigen Semestern an. Oft stehen Informatik, Biologie, Chemie oder Geophysik zur Auswahl. Aufgrund des hohen Anspruchs gehört Physik zu den Studienfächern mit der höchsten Abbruchrate: Rund 50 % der Studienanfänger geben in den ersten Semestern auf. Viele unterschätzen den großen zeitlichen Aufwand, die intellektuell sehr anspruchsvollen Inhalte und den schwierigen Mathematik-Anteil. Wer über ein Physikstudium nachdenkt, sollte deshalb eine sehr hohe Motivation und Leistungsbereitschaft mitbringen. Schon in der Schule sollten in den Fächern Physik und Mathematik sehr gute Noten erbracht worden sein. Zu den Eigenschaften erfolgreicher Physik-Studenten gehören daneben ausgezeichnete analytische und logische Fähigkeiten.

Lehre Physik Uni oder FH?

Da der Studiengang Physik vor allem auf der Vermittlung von Theorie basiert, wird er meist von Universitäten angeboten. Zur Auswahl stehen sowohl staatliche als auch private Institutionen. An Fachhochschulen ist Physik eher als Teilbereich von technisch orientierten Studiengängen üblich. Dies sind meist spezialisierte Studiengänge wie zum Beispiel Elektrotechnik, die sehr praktisch ausgerichtet sind. Noch mehr Möglichkeiten ergeben sich, wenn man auch duale Studiengänge oder ein Fernstudium in Betracht zieht. Welche Wahl für einen selbst die richtige ist, hängt von den persönlichen Erwartungen ab: Wer einen breiten und theoriebezogenen Überblick über das Fach Physik erhalten will, ist an einer Universität gut aufgehoben; wer auf ein bestimmtes Berufsfeld hinarbeiten und eher praktisch arbeiten will, sollte sich über die verschiedenen Angebote von Fachhochschulen informieren.

Bewerbungsfristen

Was die Anforderungen an die Bewerbung sowie die Fristen betrifft, können sich die verschiedenen Hochschulen stark voneinander unterscheiden. Grundsätzlich muss für das Studium an einer Universität das Abitur oder die fachgebundene Hochschulreife nachgewiesen werden, für eine Fachhochschule wird auch die Fachhochschulreife akzeptiert. Bei manchen Hochschulen gibt es für das Fach Physik einen Numerus clausus (NC): In diesem Fall werden nur Bewerber zugelassen, die eine bestimmte Abschlussnote vorweisen können. Für Bewerber ohne Abitur bieten einige Hochschulen spezielle Bewerbungsverfahren an, bei dem zum Beispiel eine abgeschlossene Ausbildung in einem studienrelevanten Bereich ausschlaggebend ist. Sowohl über die Zulassungsbeschränkungen und geforderten Unterlagen als auch die Bewerbungsfristen sollte man sich unbedingt frühzeitig informieren, um seine Chance nicht zu verpassen.

Physik Studium im Ausland

Im Fach Physik sind Auslandsaufenthalte kein fester Teil des Studiums. Da der Studienplan in der Regel sehr komplex und wenig flexibel ist, ist es schwierig, im Ausland alle Inhalte plangemäß zu bewältigen und vollständig an der heimischen Hochschule akkreditieren zu lassen. Realistischer sind ein oder zwei Urlaubssemester, die man an einer Hochschule im Ausland verbringt und dazu nutzt, sich über den eigenen Stundenplan hinaus weiterzubilden und weitere Interessengebiete auszuloten. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, das Studium komplett im Ausland zu absolvieren. Bei einem weit verbreiteten Studienfach wie Physik sind die Möglichkeiten schier endlos und aufrund des international anerkannten Bachelor-/Master­-Systems auch gut umsetzbar.

Gehalt­ und Aussichten Fachbereich Physik

Wer das anspruchsvolle Physikstudium durchzieht und mit einem akademischen Grad abschließt, wird mit ausgezeichneten Berufsaussichten belohnt. Denn die im Studium vermittelten Kenntnisse sowie das ­ Wissen über physikalische Vorgänge, analytisches und logisches Denken und das Erfassen komplexer Zusammenhänge ­ qualifizieren Absolventen für gefragte Positionen in Wirtschaft, Forschung und Bildung. So können Physiker zum Beispiel im Finanzbereich, in der technischen Industrie, Pharmazie oder im Bereich Kommunikation arbeiten. Absolventen des Lehramtsstudiengangs werden an Schulen dringend gesucht. Mit welchem Gehalt ein Physiker rechnen kann, hängt von verschiedenen Faktoren wie Branche, Größe des Unternehmens, Beschäftigungsort und Position ab. Außerdem können Bachelor­- und Master-­Studenten unterschiedliche Gehälter erwarten. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt eines Physikers mit Bachelorabschluss liegt bei monatlich etwa 3.500 € brutto, mit Masterabschluss bei rund 3.750 €. Absolventen mit Doktortitel können bei Berufseinstieg sogar weit über 4.200 € im Monat verdienen.