Mechatronik studieren

Die Mechatronik bildet eine spannende Schnittstelle zwischen den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. Die recht junge Disziplin beschäftigt sich mit der Produktion intelligenter Maschinen und Arbeitsumgebungen: Sämtliche intelligente Hightech-­Geräte und Hightech-Anlagen, vom Mobiltelefon bis zur Windkraftanlage, basieren auf mechatronischen Systemen und sind damit Produkte der interdisziplinären Fachrichtung.

Mechatronikstudium Bachelor und Master

Eine Karriere als Mechatroniker kann über verschiedene Wege realisiert werden. So zum Beispiel mit einer Ausbildung: Innerhalb von 42 Monaten lernen angehende Mechatroniker durch berufliche Praxis und in der Berufsschule das Handwerk. Alternativ kann der Beruf im Rahmen eines Studiums erlernt werden. Die in Deutschland angebotenen Studiengänge orientieren sich am Bologna-System und setzen sich demnach aus Bachelor- und Masterstudium zusammen. Wie in den meisten anderen Fachrichtungen wird für den Bachelorabschluss in Mechatronik eine Regelstudienzeit von sechs oder sieben Semestern veranschlagt; für den (freiwilligen) Master sind es zwei bis vier. Zum ersten Mal ins Studienangebot aufgenommen wurde der Studiengang 1991 von der Universität Duisburg-Essen. Mittlerweile wird er an zahlreichen Universitäten und Fachhochschulen angeboten, wo er mit dem Titel Bachelor of Science bzw. Master of Science abgeschlossen werden kann. Häufig zeichnen sich die verschiedenen Studiengänge auch durch besondere Schwerpunkte aus – etwa „Maschinenbau-Mechatronik“, „Automobil-Mechatronik“ oder „Mechatronik und Informationstechnologie“. Es lohnt sich, zunächst alle Programme in die Auswahl mit einzubeziehen und anschließend anhand der individuellen Inhalte einzugrenzen.

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Machatronik Studiengang Details

Der Studiengang ist an den meisten Institutionen ähnlich aufgebaut: Er setzt sich typischerweise aus den drei Fachrichtungen Maschinenbau, Informatik und Elektrotechnik zusammen und umfasst unter anderem Bereiche wie Mathematik, Technische Mechanik, Programmieren, Elektronik und Robotik. Somit ist ein grundlegendes technisches Interesse Voraussetzung, wenn man sein Studium erfolgreich und mit Spaß bewältigen möchte. Wer schon in der Schule gut in Mathe, Physik und Informatik war, könnte sich im Studiengang Mechatronik gut aufgehoben fühlen. Angehende Mechatroniker sollten sich bewusst sein, dass das Studium sehr anspruchsvoll, aber auch hoch spannend und stets am Puls der Zeit ist. Zudem ist es sehr vielfältig und fordert sowohl analytische als auch kreative Fähigkeiten. Ziel des Studiums ist es, ein breites Wissen über die beteiligten Fachgebiete zu erlangen und komplexe technologische Prozesse zu beherrschen.

Praxisanteile und Pflichtpraktikum Praxisphase im Mechatronikstudium

Praktische Einheiten sind ein elementarer Bestandteil des Studiengangs Mechatronik. Sie sind auch eine wichtige Voraussetzung für einen direkten und problemlosen Berufseinstieg. Viele Hochschulen integrieren deshalb eine Praxisphase – etwa im Rahmen eines Pflichtpraktikums – in ihr Curriculum. Dabei lernen die Studierenden zur Vorbereitung auf den späteren Beruf Abläufe in einem Industrieunternehmen kennen. Einige Hochschulen erwarten dagegen Nachweise über ein mehrwöchiges Vorpraktikum als Zulassungsvoraussetzung. Beliebt ist das Mechatronikstudium auch als duales Studium: Dieses wird von vielen Hochschulen zusätzlich angeboten und hat den Vorteil, dass bereits während des Studiums umfassende Praxiserfahrungen gesammelt werden. Außerdem profitieren die Studierenden von einer monatlichen Vergütung durch das kooperierende Unternehmen.

Lehre Mechatronik Uni oder FH?

Der Studiengang Mechatronik wird mittlerweile sowohl an Universitäten als auch Fachhochschulen angeboten. Für welche Lehranstalt man sich letztendlich entscheidet, hängt von den eigenen Prioritäten ab. Fachhochschulen haben meist den Ruf, noch praxisorientierter an ein Fach heranzugehen als Universitäten. Doch auch zwischen den einzelnen FHs beziehungsweise Universitäten gibt es in puncto Curriculum teilweise große Unterschiede. Daher sollte man sich genau über Inhalte und Herangehensweisen an den einzelnen Lehrstühlen informieren. Ob eher eine FH oder eine Universität die richtige Wahl ist, bleibt eine individuelle Entscheidung –­ für die späteren Berufschancen sowie das Gehalt spielt sie in der Regel keine Rolle.

Bewerbungsfristen

Beginn für die meisten Programme ist das Wintersemester; bei manchen Hochschulen ist auch ein Einstieg zum Sommersemester möglich. Die Starttermine sind jedoch bei Universitäten und FHs unterschiedlich. Auch die Bewerbungsfristen können sich stark voneinander unterscheiden, weswegen man sich frühzeitig bei den entsprechenden Hochschulen informieren sollte. Auf den Hochschulwebsites findet man die entsprechenden Angaben.

Mechatronik Studium im Ausland

Die Möglichkeit für ein Auslandsstudium ist im Bereich Mechatronik grundsätzlich gegeben. Inwieweit sich ein Semester im Ausland aber in den Studienplan einfügen lässt und welche Destinationen angeboten werden, ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Besteht ein konkreter Wunsch bezüglich eines Auslandsstudiums, sollte man sich daher gut bei den favorisierten Hochschulen informieren. Generell bietet ein Auslandssemester oder ­-praktikum große Vorteile. Ob persönlich, sprachlich oder fachlich, durch eine entsprechende Erfahrung kann man durchaus profitieren und sich im späteren Beruf von anderen abheben. Auf der anderen Seite ist ein Auslandsaufenthalt oft auch eine teure Angelegenheit. In diesem Fall kann ein Bildungsfonds Unterstützung bieten: Durch monatlich ausgezahlte Raten können die Geförderten problemlos Studiengebühren, Unterkunft und Verpflegung im Ausland bezahlen.

Gehalt­ und Aussichten Fachbereich Mechatronik

Als Studiengang mit ingenieurtechnischer Ausrichtung lässt ein Bachelor oder Master of Science in Mechatronik ein sehr gutes Gehalt erwarten. Dieses variiert jedoch nach Abschluss (Bachelor oder Master), Arbeitsort, Unternehmen und Position. Im Durchschnitt können Absolventen eines Mechatronikstudiums mit einem Einstiegsgehalt von 2.500 € bis 3.300 € brutto pro Monat rechnen. Mit zunehmender Berufserfahrung und Verantwortung kann sich dieses schnell vermehren. So kann ein Entwickler oder Konstrukteur nach einigen Jahren etwa 4.200 € bis 5.800 € monatlich verdienen; ein Projektleiter bereits bis zu 6.600 €. Noch mehr erwartet Führungskräfte in hohen Positionen. Konkrete Aussagen zum Gehalt sind allerdings auch aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Mechatronikern schwierig: Sie können etwa in der Forschung, Optoelektronik, Medizintechnik, Nanotechnik und vielen weiteren Bereichen tätig sein.