4. BAföG und Antragstellung

Das BAföG kann von dir, sofern du das 15. Lebensjahr vollendet hast, als auch von deinem gesetzlichen Vertreter schriftlich auf dafür vorgesehene Formblätter beantragt werden.
Zuständig dafür ist das Studentenwerk deiner Hochschule. Die Antragstellung kannst du zeitgleich mit deiner Immatrikulation bewerkstelligen. Die Bearbeitungszeit kann bis zu sechs Wochen dauern.

Wichtig:

Die Förderleistungen gelten für einen Bewilligungszeitraum von einem Jahr und werden frühestens von Beginn des Antragsmonats erbracht. Rückwirkende Leistungen sind nicht möglich.

Da das BAföG Antragsformular sehr komplex ist, kannst du dir als Unterstützung hilfreiche Tipps von dem örtlichen Studentenwerk geben lassen. An einigen Hochschulen gibt es weiterhin eine studentische Bafög-Beratung vom AStA (Allgemeiner Studierenden Ausschuss).
Weitere Informationen zu dem Studentenwerk deiner Hochschule findest du unter www.studentenwerk.de.

4.1. Voraussetzung zur Förderfähigkeit

Die Höhe des Bafögs ist nicht eindeutig festgelegt. Ausgehend von einem festgesetzten Bedarfssatz werden das Einkommen deiner Eltern bzw. deines Ehepartners sowie dein eigenes Einkommen und Vermögen berücksichtigt.

4.2. Antrag auf Vorleistung

Sollten deine Eltern ihre finanzielle Leistungsfähigkeit nicht darlegen und nicht für deinen Unterhalt auf kommen, obwohl sie theoretisch dazu in der Lage wären, kannst du bei dem Amt für Ausbildungsförderung einen Antrag auf Vorleistung stellen. Nach der Antragstellung auf Vorleistung setzt sich das für Ausbildungsförderung mit deinen Eltern in Verbindung, um die Hintergründe zu klären. Sollten deine Eltern weiterhin ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen strebt das Amt für Ausbildungsförderung eine Klage an.

4.3. elternunabhängiges BAföG

Unter bestimmten Vorausstetzungen kannst BAföG unabhängig von dem Einkommen deiner Eltern erhalten. Dies ist dann möglich wenn:

  • du bereits fünf Jahre erwerbstätig warst, darunter zählt auch Leistungsbezug von der Bundesagentur für Arbeit als auch Zivil- und Wehrdienst.
  • du eine dreijährige Berufsausbildung absolviert hast und danach drei Jahre berufstätig warst
  • du älter als 30 Jahre bist und nicht von der Beschränkung der Altergrenze betroffen bist (zum Beispiel Kindererziehung)